Bastelnachmittag Bücherei

Hier präsentieren wir die wunderschönen Ergebnisse des Bastelnachmittages am 28. November 2019 mit Marina und Regina. 15 Kinder stellten sich der kniffligen Herausforderung, aus Papierwickeldraht, Papier, Moos, kleinen Tannenzapfen und allerlei Kleinteilen eine besinnliche Winterlandschaft auf eine Baumscheibe zu zaubern. Ein LED-Teelicht brachte nicht nur das feine Arrangement zum Leuchten, auch die Augen der fleißigen Bastler strahlten.

Fluchtursachen bekämpfen

Initiative von 140 Trägern des Bundesverdienstkreuzes

Holzheim

140 Träger des Bundesverdienstkreuzes, darunter die Rheinland-Pfälzer Dietmar Rieth aus Neuwied und Helmut Weimar aus Holzheim, haben schon im Jahr 2017 in einer Unterschriftenaktion und in einer Tagung in Berlin den Bundestag aufgefordert eine Enquete-Kommission zur Bekämpfung von Fluchtursachen einzurichten. Alle zur Bundestagswahl 2017 angetretenen Parteien wurden damals gebeten, diese Forderung in ihr Wahlprogramm aufzunehmen. Bei dieser Initiative handelt es sich in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland um den ersten Zusammenschluss von Trägern des Bundesverdienstkreuzes aus allen Bereichen unsere Gesellschaft. Nun hat endlich eine 24 – köpfige Expertenkommission, Vorsitzende ist die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird für die Bundesregierung und das Parlament Vorschläge entwickeln, wie Fluchtursachen wirksamer bekämpft werden können.  Zurzeit sind weltweit 71 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten davon sind Binnenflüchtlinge in Afrika. Ziel muss es sein, diesen Menschen in ihrer Heimat eine zukunftsorientierte Perspektive zu geben, um so Flucht und Migration deutlich zu verringern.

Wie man das macht, weiß das Land Rheinland-Pfalz seit  Gründung einer Länderpartnerschaft mit dem ostafrikanischen Ruanda im Jahre 1982 und die kleine Ortsgemeinde Holzheim, die seit dem Jahr 1988 mit dem ruandischen Sektor Rambura mit seinen 28.500 Einwohnern partnerschaftlich verbunden ist. Mit insgesamt 64 Projekten hat z.B. Holzheim bis heute das Leben der Menschen in ihrer schönen afrikanischen Heimat nach der Prämisse „Hilfe zur Selbsthilfe“ lebenswert gemacht und ihnen durch die Realisierung nachstehenden Projekte eine Zukunftsperspektive gegeben:

– Förderung  schulischer und beruflicher Bildung

Abrisss baufälliger dunkler Lehmhütten und Neubau heller Klassenräume, Ausbildungsmaterial

-Gesundheitsförderung

Neubau und Einrichtung von Gesundheitszentren. Anschaffung eines Krankenwagens für Rambura,

Trinkwasserversorgung

-Soziale Projekte

Unterstützung von Witwen, Waisen (Schülerpatenschaften) und hilfsbedürftigen Menschen durch

Ziegen- und Schweineprojekte

-Angebote zur Freizeitgestaltung 

Bau eines Sportplatzes mit Dusch und Umkleidegebäude, Gründung des Frauen- und Mädchenfußballclubs Rambura WFC (Spitzenteam in Ruanda mit Jugendabteilung U17 und U15.

Ergänzt wurde diese Partnerschaftshilfe durch Gründung der Ruanda Stiftung-Helmut Weimar im Jahr 2012 und seit 2017 durch den Oranien-Campus Altendiez,, der mit der Mädchensekundarschule Rambura Filles eine in Rheinland-Pfalz einmalige digitale Partnerschaft unterhält.

Aktuelle Projekte in diesem Jahr sind Renovierung der Küche und des Speisesaals der Mädchensekundarschule Rambura Filles (Finanzierung durch Land, Ruanda Stiftung und Oranien Campus) sowie die Solar-Stromversorgung der Primarschule Mutaho, finanziert durch den anteiligen Spendenerlös des bundesweiten Tages für Afrika von der Realschule Plus Katzenelnbogen.

Der Partnerschaftssektors Rambura ist ein junger, ländlicher Sektor. 56 % der Einwohner  sind unter 19 Jahren. Nach sehr guter schulischer Bildung ist  die Schaffung von Ausbildungs-und Arbeitsplätzen daher eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben.

Foto vom derzeitigen Zustand des Speisesaals
 
Zu den in diesem Jahr noch durchzuführen Projekten
in Rambura gehören die Renovierung des Speisesaals
in der Mädchensekundarschule Rambura Filles.
Außerdem ist die Renovierung der Küche und
wegen zunehmender Schülerinnenzahlen ein Anbau
an den Speisesaal notwendig.

Rheinland-Pfalz und Hessen kooperieren bei der Aartalbahn

Eine Machbarkeitsstudie wird die Reaktivierung der Aartalbahn von Wiesbaden über Bad Schwalbach nach Diez und Limburg prüfen. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen, die Aufgabenträger SPNV-Nord und RMV sowie der Rheingau-Taunus-Kreis geschlossen, wie die Beteiligten am Freitag bekanntgaben. „Wir möchten gemeinsam den öffentlichen Personennahverkehr in der Region stärken. Mit der Machbarkeitsstudie untersuchen wir, ob eine wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Gesamtstrecke gefunden werden kann“, sagten der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Andy Becht und sein hessischer Amtskollege Jens Deutschendorf anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Der Personenverkehr auf der Aartalbahn ist seit 1986 eingestellt. Im Falle einer Reaktivierung würde sie in Bad Schwalbach an die bereits in der Planung befindliche City-Bahn Wiesbaden anschließen. „Dies würde vielen Berufspendlern im Aartal eine attraktive umwelt- und klimafreundliche Verbindung zu ihren Arbeitsplätzen bieten und die Region zudem für Touristen besser erreichbar machen“, sagte Staatssekretär Deutschendorf. Andy Becht ergänzte: „Diese Systemvorteile des Schienenpersonennahverkehrs sollten nicht nur den Verdichtungsräumen vorbehalten sein. Gute Zugverbindungen sind ebenso ein strukturpolitisches Instrument zum Erhalt der Attraktivität der ländlichen Räume.“ „Mit der geplanten City-Bahn nach Bad Schwalbach ergeben sich neue Chancen für eine Reaktivierung der Aartalbahn Richtung Diez“, so RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai. „Mit der Machbarkeitsstudie loten wir nun aus, welches Konzept verkehrlich und wirtschaftlich umsetzbar ist.“ „Aus Sicht des SPNV-Nord als verantwortlichem Aufgabenträger auf rheinland-pfälzischer Seite begrüßen wir, dass durch die Kooperation der beiden Bundesländer die Reaktivierung der Aartalbahn ein Stück näher rückt“, so Thorsten Müller, Verbandsdirektor des SPNV-Nord.

Vollsperrung B54 Niederneisen bis Hahnstätten

Nach Angaben des Landesbetriebes Mobilität Diez (LBM Diez) wird derzeit die Bundesstraße B 54 innerhalb der Ortslage Niederneisen umfangreich saniert. Aufgrund der vorh. Fahrbahnbreiten müssen die anstehenden Asphaltarbeiten unter Vollsperrung durchgeführt werden. Hierzu wird ab Montag, den 23.09.2019 bis Sonntag, den 20.10.2019, der 3. u. 4. Bauabschnitt innerhalb der OD Niederneisen, von der Gemeindestraße „Bachstraße“ bis zum Ortsausgang in Fahrtrichtung Hahnstätten / Oberneisen vollgesperrt werden. Eine innerörtliche Umleitung für den Anliegerverkehr ist nicht gewährleistet. Zeitgleich wird innerhalb dieser Vollsperrphase der B 54, von Freitag 27.09. bis Sonntag 29.09.2019 die Ortsdurchfahrt Hahnstätten zwischen der Hohlenfelsbachstraße und dem Siedlerweg voll gesperrt. Diese Sperrung wird notwendig, da die oberste Asphaltschicht erneuert wird. Eine innerörtliche Umleitung wird über die Jahnstraße und L 320 eingerichtet. Ab Montagmorgen ist die B 54 in Hahnstätten dann wieder befahrbar. Während der Vollsperrung der B 54 wird eine großräumige Umleitung über Zollhaus – Katzenelnbogen – Schönborn – Birlenbach – Diez und zurück eingerichtet. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Mitte November 2019 abgeschlossen sein. Der LBM Diez bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger für die während der Sanierungsarbeiten auftretenden Behinderungen um Verständnis.

Partnerschaftsbesuch vom 23. – 30.08. in Ruanda

Ruandafreunde besuchten Holzheimer Partnerschaftssektor in Ruanda

Holzheim/Rambura

Die offizielle Einweihung sechs neuer Klassenräume in der Mädchensekundarschule Rambura Filles nahmen der Vorsitzende der nach ihm genannten Ruanda Stiftung Helmut Weimar,  die beiden Stiftungsratsmitglieder Konrad Schuler und Frank Zwanziger sowie Michael Reuter, Stellvert. Schulleiter des  Oranien- Campus Altendiez (digitale Partnerschule von Ranbura Filles) zum Anlass, diese Schule und weitere Partnerschaftsprojekte in dem Holzheimer Partnerschaftssektor Rambura zu besuchen . Das Besucherteam wurde  ergänzt durch die Ruandafreunde/innen Sigrid Weimar, Petra Hofmann, Angelika Lehmkuhl, Miriam Hofmann, Franziska Schuler, Saskia Jonas und Frederik Schuler. Für einige war es das erste Mal dieses schöne Partnerland von Rheinland-Pfalz in Ostafrika kennenzulernen.   

Für an der Natur interessierte Besucher Ruandas gehören ein Besuch der Berggorillas oder des Akagera – Nationalparks zum touristischen Programm.  Ein Gorillabesuch in den Virunga-Vulkanen war aus Kostengründen (1500, – USD)  für die Reisgruppe z.Zt. nicht finanzierbar, daher besuchte man den wildreichen Akagera- Nationalpark an der Grenze zu Tansania, in dem fast alle Wildtiere Afrikas aus nächster Nähe beobachtet werden können. Neben den Big Fives Elefanten, Löwen und Büffel  konnten aus nächster Nähe Massai- Giraffen, Impalas, Zebras, Wasserböcke, Topi- Antilopen, Warzenschweine, Affen, Nilpferde, Krokodile usw. gesehen werden. Zwei Nashörner, ein Geschenk des Prager Zoos, waren zwecks Auswilderung in einem Gehege. Nach diesem erlebnisreichen Sonntagsausflug begann dann  am Montag der Arbeitsbesuch im Partnerschaftssektor Rambura im Nordwesten des Landes.

Zunächst ging es zur Primarschule Birembo, im früheren Partnerschaftssektor Holzheims. Hier wurde vor 31 Jahren auf einem Bergrücken die kommunale Partnerschaft gegründet. Der Bau dieser Schule war das erste Partnerschaftsprojekt bei dem der Holzheimer Stammtisch „ Spätheimkehrer“ mit Helmut Weimar in zwei  Arbeitseinsätzen aktiv tätig war. Die Primarschule Birembo war seinerzeit die erste Primarschule Ruandas die mit Strom versorgt wurde. Das Besucherteam wurde , wie immer, begeistert empfangen. Junge Turner und Tanzgruppen zeigten ihr Können. Die Primarschule wird zurzeit von 900 Kindern besucht. Die Schule erhielt in diesem Jahr 450 neue Schreibpulte, gefertigt von Schreinern aus  der Region, überwiegend finanziert von den Schmitz-Stiftungen Düsseldorf. 

Mit dem folgenden  Besuch des  Berufsausbildungszentrums Kibihekane endete der 1. Besuchstag in Rambura. Durch den neuen Schulleiter Julien Rusaro und die Schülerinnen und Schüler des Ausbildungszentrums für technische Handwerksberufe wurden auch hier die Gäste aus Holzheim und der Region mit Tanz und Modeschau mit viel Beifall begrüßt. Stolz ist die Schule auf eine Solartherme, eine Spende der Handwerkskammer Koblenz. Hier werden insbesondere Lehrer aus allen Landesteilen Ruandas in Solartechnik ausgebildet. Was fehlt, sind Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort.

Nach Übernachtung in Rubavu, der Grenzstadt zur DR Kongo, kam es am nächsten Tag zum Höhepunkt des Besuchs: Einweihung von sechs neuen Klassenräume der Mädchensekundarschule  Rambura Filles (auch digitale Partnerschule des Oranien-Campus Altendiez). Die alten, dunklen  Klassenräume waren einsturzgefährdet und wurden durch neue, helle Klassenräume in einstöckiger Bauweise ersetzt. Ein großartiger Festakt in der Aula  mit Dankesworten und Vorführungen der Schülerinnen  standen im Mittelpunkt des Besuchstages. Michael Reuter kontaktierte zwischenzeitlich den Oranien-Campus über Skype und ließ so Schülerinnen, Schüler und Lehrer des Campus an dem Fest teilhaben. Nächstes Partnerschaftsprojekt ist die aufgrund steigender Schülerinnenzahlen die Erweiterung des Speisesaals und die Renovierung der Küche. Ein  Förderantrag liegt vorMit dem Erlös des Ruandatages am 21. September 2019 möchte der Oranien-Campus zur Finanzierung des Projekts beitragen.

Wegen starker Regenfälle musste das anschließend geplante Fußballspiel  des Rambura WFC ausfallen. Mit Trainerin Consolee ihren ca. 40 Spielerinnen, Vorstand und Mannschaftsarzt wurde in der Aula die weitere Entwicklung des Teams und die Jugendarbeit besprochen. Die Mannschaft hatte bekanntlich in der 1. Division Ruandas den 4. Tabellenplatz belegt . Die kommende Saison beginnt im Januar 2020. Die Mannschaft bat um finanzielle Unterstützung, insbesondere für die Jugendarbeit. Paula Zwanziger übergab Consolee drei neue Fußbälle.

Den Abschluss dieses Arbeitsbesuchs kam es am kommenden Tag zu Gesprächen in der inmitten von Teeplantagen und Viehweiden gelegenen Primarschule Nyiragikokora. Anlässlich des Empfangs bedankte sich der Schulleiter  für die kleine Solaranlage von Mobisol.  Helmut Weimar wurde bei seinem Februarbesuch gebeten, die fehlende Stromversorgung an dieser Schule zu beenden. Er gab noch  vor Ort den Auftrag eine kleine Solaranlage zu installieren. Schon 2 Wochen später konnten mit dieser kostengünstigen, einfachen Solaranlage 6 Klassenräume, Zimmer des Schulleiters mit 2 Laptops und einer Aufladeeinrichtung für Handys mit Solarstom versorgt werden. Der anwesende Schulleiter der in der Nähe gelegenen katholischen Primarschule Mutaho hat das gleiche Problem und wünscht sich ebenfalls eine solche Anlage. Wenn Mittel ( 2 000, 00  € – Spenden ?) zur Verfügung stehen, wird auch dieser Wunsch in absehbarer Zeit erfüllt werden können. Die Primarschule Mutaho ist eine kleine Schule auf einem Berg und ist nur über einen Fußweg erreichbar. Durch Vermittlung von Helmut Weimar hat die befreundete Fly & Help Stiftung von Reiner Meutsch dort im letzten Jahr die alten Klassenräume aus Lehm abgerissen und durch neue ersetzt.

Die Schule und die Siedlung Nyiragikokora  haben kein sauberes Trinkwasser. Ein Förderantrag über eine 3,2 km langen Rohrleitung von der Quelle bis zur Zapfstelle liegt vor. Nach einem Gespräch mit dem Baukoordinator des Koordinationsbüros, Franz Eichinger, sollte diese Planung wegen zu erwartender Probleme nicht weiter verfolgt werden. Favorisiert wird eine Bohrung in der Nähe der Schule mit Solarpumpe. Der Sektor Rambura wird einen entsprechenden Antrag stellen. Eine Finanzierung ist nur mit Bundesmitteln (Marshall –Plan für Afrika) möglich. Eine Stadtrundfahrt in Kigali mit abschließendem Essen im New Kaktus rundete das  erlebnisreiche Besuchsprogramm ab, welches allen Reiseteilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Empfang in der Primarschule in Birembo.
Die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Primarschule Birembo begrüßen die Gäste aus Holzheim und der Verbandsgemeinde Diez.
Mit Durchschneiden des Bandes durch den Holzheimer Ruandabeauftragten
Helmut Weimar(mit geschenktem Hut) wurden die 6 neuen Klassenräume offiziell eingewiehen. Mit dabei waren Sigrid Weimar, Esron (Sektorchef Rambura), Michael Reuter
(Stelvertr. Schulleiter Campus Altendiez) und Consolee (Trainerin Rambura WFC).
Consolee berichtet Helmut Weimar und dem Vorstand über ihre Trainingsarbeit und ihre Vorbereitungen für die kommende Saison mit Rambura WFC in der 1. Division Ruandas
sowie den Aufbau von weiblichen Jugendmannschaften U 15 und U 17.
Verabschiedung der Gäste in der Aula der Sekundarschule Rambura Filles mit Schülerinnen und Lehrern der Sekundarschule.
Afrikanische Modeschau der Schülerinnen der Sekundarschule Rambura Filles.
Im Hintergrund: Deutsch Fahne im Großformat.