Geschichte der Weihnachtskrippe

Unsere Krippe am Dorfplatz

Obwohl es für den historischen Ursprung der Weihnachtskrippe keine gesicherten Nachweise gibt, hat sich die figürliche Darstellung der Heiligen Nacht seit vielen Jahrhunderten bei den Christen in aller Welt manifestiert.

Die „Geburt“ der Weihnachtskrippe

Während der Weihnachtszeit werden in Kirchen, Häusern und Wohnungen kunstvolle Krippenkompositionen aufgestellt, die sich sowohl im Material als auch in der Anzahl der Figuren voneinander unterscheiden. Dabei ist die Bedeutung der wichtigsten Krippenfiguren gleichzeitig unbestritten. Doch woher stammt dieser Brauch eigentlich?

Vermutlich ist das traditionelle Aufbauen von Weihnachtskrippen dem Heiligen Franz von Assisi zu verdanken. Denn dieser stellte die Weihnachtsgeschichte nachweislich erstmals im Jahr 1223 mit lebenden Personen und Tieren nach. Als Schauplatz wählte er eine Futterkrippe in einem Wald nahe des Klosters Greccio. Er nutzte die anschauliche Szenerie, um Gläubigen, die nicht Lesen konnten, das vermutlich aus dem 2. Jahrhundert datierende Weihnachtsevangelium des Lukas in Bildern näherzubringen.

Zu jener Zeit war sich Franz von Assisi ganz sicher nicht darüber im Klaren, dass er damit den Grundstein für einen viele Jahrhunderte überdauernden Brauch legen würde. Doch der Weg, der letztlich zu den heutigen Krippendarstellungen führte, war noch lang.

Zunächst konzentrierte man sich vorrangig auf die Interpretation des Weihnachtsevangeliums. Da darin vor allem von einem in einer Futterkrippe liegenden Kind berichtet wurde, ging man davon aus, dass das Neugeborene aus einer mittellosen Familie und somit aus dem einfachen Volk stammen musste. In der Folge wurde vielfach nur das Bild von Jesus in der Krippe als Darstellung der Heiligen Nacht verwendet.

Die vermutlich älteste Krippe der Welt befindet sich in der Sixtinischen Kapelle in Rom. In einem Seitenschiff der Kirche Santa Maria Maggiore steht nämlich ein aus dem Jahr 1291 stammender Altar des Bildhauers Arnolfo di Cambio, der die Anbetung der Heiligen Drei Könige in Form von beweglichen Alabasterfiguren darstellt.

Die ersten Weihnachtskrippen

In der Mitte des 16. Jahrhunderts tauchten Weihnachtsdarstellungen zunehmend in vielen katholischen Kirchen in ganz Europa auf. Federführend waren die Prager Jesuiten, deren Krippenformation des Jahres 1562 große Beachtung erfuhr. In den nachfolgenden Jahrzehnten war es nicht nur in den großen Kirchen von München und Innsbruck sondern auch in vielen kleinen Pfarrkirchen und Kapellen üblich, zur Weihnachtszeit eine Krippenszenerie aufzubauen. Der erste schriftliche Beleg für eine aufgestellte Weihnachtskrippe datiert aus dem Jahr 1615 betrifft das Salzburger Benediktinerinnenkloster Nonnberg.

Im 17. Jahrhundert begannen die im Südtiroler Grödental ansässigen Bergbauern damit, während der Winterzeit Krippen aus Holz zu schnitzen. Sie fertigten die Heilige Familie und ergänzten ihre Holzfiguren mit unzähligen Holztieren und Krippenställen. Auf diese Weise gelangten die Weihnachtskrippen nach und nach in viele private Haushalte, wo sie bis heute die großen und kleinen Krippensammler erfreuen.

Weihnachtskrippen im Sturm der Zeit

Immer wieder in der Geschichte durchlebten Weihnachtskrippen stürmische Zeiten, in denen es bei Strafe verboten war, derartige weihnachtliche Szenerien aufzubauen. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass ausgerechnet die Kaiserin Maria Theresia eine Gegnerin von Weihnachtskrippen war? Doch letztlich wurde damit nur erreicht, dass das Interesse für die Krippenkunst stieg. Weihnachtskrippen hielten Einzug in Bürger- und Bauernhäuser und wurden, insbesondere im Südtiroler Grödental, zu einem bedeutenden Kunsthandwerk.

Während sich die Darstellung der Krippen zu Beginn auf das in der Krippe liegende Jesuskind, Maria und Josef, Ochs und Esel beschränkte, kamen im Lauf des 19. Jahrhunderts immer mehr Figuren hinzu. Da erschienen die Heiligen Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar, sowie viele Hirten mit ihren Schafen. Die Stallungen wurden mit einem Kometen und einem Verkündigungsengel versehen. Außerdem änderte sich die Darstellung der Krippenlandschaften und wurde den regionalen Gegebenheiten angepasst. Auf diese Weise entstanden die Heimatkrippe, wie beispielsweise die Alpen-Krippe oder die Südtirol-Krippe.

Die heutigen Weihnachtskrippen

Heute sind Krippen aus der weihnachtlichen Dekoration nicht mehr wegzudenken. Es gibt traditionelle und moderne Krippen in vielen verschiedenen Materialien und Ausführungen. Ob naturbelassen, lasiert, bemalt oder vergoldet, jeder Weihnachtskrippe wohnt ein ganz eigener Zauber inne. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Familiengruppe handelt, die aus einem einzigen Holzstück gefertigt ist, oder um eine Krippendarstellung mit vielen verschiedenen Holzfiguren.

Nach Holzheim kam der Nikolaus mit einem motorisierten Dreirad

Wegen der Corona Pandemie musste der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfallen. Was machen wir mit unseren Kindern, die während des Weihnachtsmarktes immer vom Nikolaus beschenkt wurden? Sollen die Kinder in der Adventszeit auf den Nikolaus verzichten müssen?

Nein, hatten sich einige Mitbewohner gesagt und auf deren Initiative hin, kam der Nikolaus in diesem Jahr auf eine etwas andere Art und Weise nach Holzheim.

Am Nikolaustag, 06. Dezember, lud der Nikolaus mit seinen Helfern die Geschenkpäckchen auf die Ladefläche seines motorisierten Dreirades und brachte den Kindern die Geschenke an die Haustür. Die Kinder und auch die Eltern staunten, als sie das Gefährt des Nikolaus sahen. Es war geschmückt mit einem Weihnachtsbaum. Auf der Ladefläche des Dreirades saß auf einem Stuhl der Nikolaus, neben ihm stapelten sich die Geschenke. Das Dreirad wurde von Knecht Ruprecht gelenkt und auf dem Beifahrersitz saß ein blonder Engel, der Weihnachtsmusik abspielte. Zwei fleißige Helfer legten die Geschenkpäckchen an den jeweiligen Haustüren ab und die Kinderaugen strahlten, als sie die Geschenke erhielten.

Wir sind optimistisch, dass es nächstes Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt mit dem Besuch des Nikolaus geben wird.

Der Nikolaus kommt

Liebe Kinder, liebe Eltern,

in Zeiten von Corona ist allesetwas anders. In diesem Jahr findet leider kein Weihnachtsmarkt statt, bei dem die anwesenden Kinder vom Nikolaus Geschenke bekommen.

Und da alles etwas anders ist, kommt der Nikolaus am Sonntag, dem 06.12., zu den Holzheimer Kindern. Wenn ihr also an diesem Tag so ab 16 Uhr Glockenklang vernehmt und ein Fahrzeug mit weihnachtlicher Musik unterwegs ist, dann ist der Nikolaus mit seinen Hilfskräften nicht mehr weit und hat für jedes Kind bis zum Alter von 12 Jahren etwas dabei.

Wir wollen die bekannten Abstandregeln einhalten, das heißt, kommt bitte vor die Tür und nehmt euer Geschenk entgegen.