Helmut Weimar (links) dankteDr. Guenther Gorka für seine Privat-Spende.
Foto: Kahl
Holzheim. Helmut Weimar, der Ruandabeauftragte der Gemeinde Holzheim, durfte sich gestern über eine Privatspende in Höhe von 2000 Euro freuen, die ihm Dr. Guenther Gorka übergab. Dr. Gorka, Geschäftsführer des ortsansässigen Unternehmens DiaSys, hatte anlässlich seines 60. Geburtstages auf Geschenke verzichtet und um Spenden für die Ruandahilfe gebeten. Gemeinsam mit einem Holzheimer Anteil kann die Ruandahilfe nun mit einem Betrag von 4065 Euro zwei ganz konkrete Projekte, die bereits unmittelbar vor der Vollendung stehen, in der von mehr als 1500 Kindern besuchten Primarschule «St. Raphael», mitfinanzieren.
Die Schule befand sich noch vor vier Jahren in einem menschenunwürdigen Zustand. Zum Teil wurden die Kinder unter freiem Himmel unterrichtet. Kein Dach, keine Fenster. Die Kinder saßen auf Steinen oder Brettern. Dieser Zustand wurde durch das Land Rheinland-Pfalz und die Holzheimer Ruandahilfe bereits durch den Bau neuer Klassenräume verbessert. Nachdem ab Januar 2010 in Ruanda der Primarschulbesuch von sechs auf neun Jahre verlängert wurde, fehlten durch die ansteigenden Schülerzahlen wieder Klassenräume. Zudem fehlte ein Lagerraum für Bücher mit einem angegliederten Leseraum.
Bei seinem letzten Ruandabesuch wurde Helmut Weimar diesbezüglich um Hilfe angesprochen. Bereits im Jahr 2008 hatte der Rektor der Mädchensekundarschule um Unterstützung gebeten, denn beim Genozid 1994 wurde der Gemeinschaftsraum (Aula) der Schule von durchziehenden Soldaten zerstört (keine Fenster, keine Bühne mehr und die gesamte Bestuhlung wurde offensichtlich verbrannt). Das nun zusammengekommene Spendengeld wird für die Fenster- und Bühnenreparatur und für den Anbau (neu) der Bibliothek und Leseraum eingesetzt. Im Oktober soll bereits Einweihung gefeiert werden.
Quelle: NNP v. 12.08.2010
Korrektur des Artikels erfolgte am 13.08.2010 w/ falschem Spendenbetrag >>> zum Korrekturbeitrag
| < Zurück | Weiter > |
|---|





